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Langwarden

Langwarden ist ein historisches Wurtendorf, das viel von seinem alten Charakter erhalten hat. In der eindrucksvollen 850 Jahre alten St.-Laurentius Friesenkirche steht die älteste und vielleicht auch schönste Orgel Butjadingens. Blick auf Langwarden Im Jahr 1650/51 wurde sie von Hermann Kröger aus Berne erbaut und Anfang des 18. Jahrhunderts von Arp Schnitker repariert. Die Innenausstattung stammt noch aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges, der zum Glück keine Ausläufer in diese Gegend fand.

Am Westausgang des Dorfes ist der Friesenhügel: Massengrab derjenigen, die 1514 in der Schlacht von Langwarden gefallen sind. Sie hatten nach dem friesischen Leitmotiv gehandelt: "Lewer dod as Sklav!" (daran erinnert übrigens auch der "Hartwarder Friese" bei der Einfahrt in Rodenkirchen, Gemeinde Stadland). Aus dem Mittelalter stammt noch das Steinhaus, heute ein Flügel der Pastorei, es ist der älteste Profanbau des Landes, damals Refektorium der Mönche in Langwarden. Ein historischer Kaufmannsladen versetzt den Besucher in die Zeit unserer Großeltern zurück und Dekoratives im Landhausstil oder Tiffany-Arbeiten bieten die beiden Hobby-Lädchen im Dorf.

Der Langwarder Groden

Zum Langwarder Groden gehört unbedeichtes Vorland und eine durch Sommerdeich geschützte Fläche, der Sommergroden. Ein unvergleichlicher Blick geht über den Sommergroden, die vorgelagerten Salzwiesen und den Watten vom 7 km langen Rundweg auf dem Deich aus. Gekennzeichnete Wege führen durch die Einzigartigkeit des Nationalparks Wattenmeer. Um Langwarden herum Hier im Brutgebiet von nationaler Bedeutung nisten Rotschenkel, Wiesenpieper, Kiebitz, Uferschnepfe sowie Säbelschnäbler und Lachmöwen.

Im Winter finden sich hier große Schwärme von Alpenstrandläufern, Brachvögeln und Ringelgänsen ein, es sind die Wintergäste im Groden, der für sie ein Nahrungs- und Rastgebiet ist, ehe sie weiterziehen.